Geldanlage

Krise bei den Sparstrümpfen

In allen Nachrichtensendungen und Zeitungen sind Niedrigzinsen ein großes Thema. Auch in Sockenhausen verfolgen die Sparstrümpfe die täglichen Horrormeldungen. Für sie bedeutet das nämlich, dass sie sich auf eine längere Hungerperiode einstellen müssen. Früher, als es noch Zinsen auf Erspartes gab, führten die Socken ein sorgenfreies Leben und waren immer gut genährt. Seit der Finanzkrise kämpfen sie jedoch jedes Jahr ums Überleben.

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Als Siegfried seinen Freund Werner besuchen will, um mit ihm über die neuesten Entwicklungen zu sprechen, findet er ein Bild des Grauens vor.

Werner hatte sich schon länger über großen Hunger beklagt, Siegfried wusste jedoch nicht, dass es bereits so schlimm um ihn stand. Ja, er hatte abgenommen und war immer sehr blass, eigentlich war er aber immer sehr fit gewesen. Er hatte gesagt seine Sparer würden zwar nach wie vor so viel Sparen wie immer, aber durch die sinkenden Zinsen fehle ihm einfach auf Dauer etwas.

Siegfried ist entsetzt. Werners Sparer hatten ihm immer sehr viel Geld gegeben. Er war immer einer derjenigen, die viel Sport treiben mussten, um nicht zuzunehmen. Dort hatten sie sich auch vor einigen Jahren kennengelernt und waren gute Freunde geworden. Sein Tod machte Siegfried sehr nachdenklich.

Erst vor Kurzem hatten sie sich noch lustig gemacht, als sie eine Werbung über Geldanlage gesehen hatten. Dort wurde für verschiedene Anlageformen geworben. Sie hatten sich ausgemalt was wohl passieren würde, wenn sie sich das Geld der Sparer noch mit anderen teilen müssten. Sowieso sind gerade Aktien ja ziemlich unsicher, davon war Siegfried sehr überzeugt. Was passieren würde, wenn die Kurse fallen und dann noch weniger Geld für sie übrig bleiben würde…

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Zum Glück machen das ihre Sparer nicht. Sie hatten schon Artikel gelesen, in denen darüber berichtet wurde wie eine ganze Sockenfamilie deswegen gestorben war.

Trotzdem fing Siegfried jetzt an sich Gedanken zu machen, immerhin wollte er nicht das selbe Schicksal erleiden wie Werner. Auch er hatte seit einiger Zeit immer öfter Hunger und sehnte die monatlichen Einzahlungen seiner Sparer herbei.

Nach langem Hin und Her beschloss er schließlich einen Beratungstermin zu vereinbaren. Vielleicht war das mit den Wertpapieren ja doch nicht so schlecht. Informieren konnte man sich ja immerhin mal.

 

 

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In der  Bank angekommen, wurde er sofort in ein Büro gebeten. Dort wartete ein sehr netter Berater auf ihn, der sich seine Geschichte anhörte und entsetzt darüber war, dass seine Sparer immer noch auf die klassische Weise sparen. Er betonte zwar, dass es keineswegs falsch sei, es aber aufgrund der aktuell schlechten Zinslage verantwortungslos gegenüber den Sparstrümpfen sei einfach abzuwarten und weiterzumachen wie bisher.

socke_4Er empfahl Siegfried seine Sparer darüber zu informieren, dass es in der heutigen Zeit viel besser sei, Geld auf verschiedene Anlageformen zu verteilen.

Die Angst, dass dann weniger für Siegfried übrig bleiben würde, nahm er ihm. Zwar würde das Geld verteilt, die anderen Anlageformen würden aber auch trotz der niedrigen Zinsen Ertrag bringen und die Sparer könnten das dann wieder an Siegfried geben. Somit hätte er dann sogar mehr als vorher und würde damit auch die derzeitige Krise überleben.  Er zeigte ihm viele Möglichkeiten und gab Empfehlungen. Nicht jede Anlageform ist für jeden Sparer geeignet, deshalb müssten die Sparer noch einmal vorbeikommen.

Siegfried war begeistert! Nachdem er wieder zu Hause war, informierte er sofort seine Sparer über die verschiedenen Möglichkeiten und bat sie so bald wie möglich einen Termin zu vereinbaren. Diese willigten auch sofort ein und fuhren gleich am nächsten Tag in die Bank.

socke_5Im nächsten Monat wartete Siegfried gespannt auf die Einzahlung seiner Sparer. Obwohl der Berater ihm die Angst während dem Gespräch nehmen konnte, war ihm doch etwas flau. Hatte sich das alles wirklich gelohnt oder musste er ab jetzt auch ums Überleben kämpfen?

Als es dann endlich soweit war, konnte Siegfried sein Glück kaum fassen. Seine Sparer hatte ihm viel mehr gegeben als noch vor ihrer Geldanlage! Damit würde er diesen Monat mit Sicherheit keinen Hunger leiden müssen.

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Als seine Geschichte in Sockenhausen bekannt wurde, konnte er sich kaum vor Anfragen von Zeitungen und dem Fernsehen retten. Jeder wollte wissen, wie er es geschafft hatte trotz der schlechten Zeiten für Sparstrümpfe so gut auszusehen und keinen Hunger mehr leiden zu müssen.

 

Er wurde sogar zu einem Fotoshooting der Bank eingeladen, um mit seiner Geschichte zu werben. Mit den Bildern sollen auch andere Sparer auf die kritische Lage der Sparstrümpfe aufmerksam gemacht werden und sie zum Nachdenken bringen.

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